Rückwand / Pflanzen / Bodengrund

Rück- bzw. Seitenwand:

In unseren Becken verwenden wir Kork (unbehandelt oder auch mit Epoxidharz versiegelt) sowie
mit Dichtschlamm versiegeltes Styropor als Rück- bzw. Seitenwände.

Die kleinen Aufzuchtbecken haben als Rückwand jeweils eine ca. 3 mm starke unbehandelte
Korkplatte, welche nicht ganz bis zum Boden reicht.

Die großen Aufzuchtbecken haben ebenfalls eine ca. 3 mm starke Korkplatte als Rückwand, welche
wir jedoch mit Epoxidharz versiegelt haben.

Das Ausweich- bzw. Quarantänebecken ist mit einer unbehandelten 3 mm starken Korkplatte als
Rückwand ausgestattet.

Unser erstes großes Hauptbecken hatte eine Rückwand und auf einer Seite auch eine Seitenwand.
Diese Wände waren aus ca. 10 mm starkem Kork, welchen wir mit Epoxidharz versiegelt hatten.

Bisher haben wir noch keine Vor- oder Nachteile bei der Verwendung von unbehandelten bzw. mit
Epoxidharz versiegelten Korkplatten feststellen können. Die unbehandelten Korkplatten haben wir
nie ganz bis zum Boden geklebt, damit der unter Umständen feuchte Bodengrund die Platten nicht
schimmeln läßt. Bei den versiegelten Korkplatten spielt dies keine Rolle. Das Versiegeln der Kork-
platten ist natürlich mit zusätzlicher Arbeit und auch Kosten verbunden, wärend man die unbehan-
delten Korkplatten sofort einkleben kann. Das Epoxidharz wird nach einiger Zeit etwas milchig, aber
es ist auf jeden Fall langlebig und versiegelt die Korkplatten dauerhaft.

In unserem derzeitigen Hauptbecken verwenden wir eine Rückwand aus Styropor, welche wir mit
PCI Dichtschlamm versiegelt haben.
Wir haben hier die Rückwand sowie Felsvorsprünge und Pflanzentöpfchen aus Styrophor geformt,
dann mit Silikon verklebt, anschließend mit einem Heißluftfön etwas geformt und danach mit dem
PCI Dichtschlamm versiegelt. Dazu haben wir ca. 4-5 Schichten mit einem Pinsel aufgetragen, bis wir
die gewünschte Struktur erhielten. Die ersten Anstriche waren etwas dünner, dann haben wir eine
dickere Schicht zum Formen einer Felsenstruktur aufgetragen und danach wieder 1-2 dünnere. Auf die
letzte Schicht haben wir (solange sie noch nass war) Wüstensand und Farbpulver gepustet, damit
die Rückwand etwas Farbe bekommt und damit natürlicher wirkt.
Für den PCI Dichtschlamm haben wir uns entschieden, da man diesen nach dem Aushärten nicht noch
zusätzlich versiegeln muss. Bitte bei der Verwendung von Dichtschlamm sollte man darauf achten das
er "Trinwasser geeignet" ist.

Nach dem kompletten Aushärten der Rückwand haben wir bepflanzt und das erste Mal beregnet.
Die Rückwand wird beim Besprühen etwas dunkel, trocknet aber sehr schnell wieder ab.

Unsere Phelsuma a. astriata sind an dieser Wand genau so oft zu beobachten, wie im alten Terrarium
an der Korkrückwand.

Mehr zum Bau der Rückwände siehe auch unter Baukasten

 





Die neue Rückwand aus Styropor und Dichtschlamm.







Die alte Rückwand aus Kork, versiegelt mit EpoxidHarz.

Bepflanzung:

Unser Terrarium ist mit verschiedenen Pflanzen dicht bepflanzt, wodurch sich unsere Tiere sehr wohl fühlen. Sie haben genügend Rückzugsmöglichkeiten und man
kann oft beobachten, wie sie durch die Pflanzen klettern und auf Blättern liegen.

Wir verwenden als Aufsitzpflanzen an Seiten- und Rückwand die Neoregelia liliputtiana - sehr gut geeignet für heiße Standorte direkt unterm Spot sowie eine klein-
bleibende Orchideenart. Als Hauptpflanze haben wir eine Art Drachenbaum. Im alten Terrarium hatten wir einen Gummibaum (Ficus elastica), desweiteren hatten
wir ein Eck mit Lucky Bambus, eine Kletterpflanze (Philodendron scandens), Tillandsien, eine Grünlillie und einen Nestfarn.



Neoregelia liliputtiana
 

Bromelien
 

kleinbl. Orchidee
 

Tillandsien
 

Anfangs hatten wir in unserem Hauptbecken auch eine Dracaena Palme (als zweite Hauptpflanze geeignet), eine Aglaonema Rehab Candidate (verträgt keine große
Hitze), Maracujapflanzen (benötigen viel Licht - aber nicht zu heiß), eine Fittonia-red (braucht viel Feuchtigkeit - ist uns eingegangen) sowie eine Vriesea duvaliana
(läßt sich gut im oberen Bereich anordnen, aber nicht direkt unter einem Spot; wächst sehr schnell). Die Pflanzen leben hauptsächlich von der Feuchtigkeit in der Luft.
Die Böden waren meist sehr trocken. Wir haben ca. alle drei Tage zusätzlich zur Beregnungsanlage die Pflanzenerde besprüht. Allerdings war das nicht für alle Pflanzen optimal, so dass uns auch ein paar eingegangen sind (z.B. ein Nestfarn, weil er zu weit oben angebracht war und die Fittonia-red).

Momentan halten wir alle Pflanzen in Seramis. Zu beobachten ist, dass sich bis jetzt noch keine braunen Blätter gebildet haben und die Pflanzen länger feucht bleiben.
Das Seramis trocknet nicht so schnell aus, wie Blumenerde.

Im oberen Bereich vom Terrarium (direkt unter den Spots) haben wir die Erfahrung gemacht, dass sich hier dickblättrige Bromelien (z.B. Neoregelia liliputtiana)
sehr gut eignen, welche Temperaturen von 35 - 40 °C aushalten. Alle anderen Bromelien und Pflanzenarten bekommen bei diesen hohen Temperaturen sehr schnell
braune Blätter und vertrocknen.

Die Pflanzen haben wir zum Teil auf der Reptilienbörse in Ulm, aber auch bei OBI und Hornbach sowie bei E.N.T. (www.terrarientechnik.de) gekauft.
Die Pflanzen aus den Baumärkten sollte man gründlich abwaschen, da sie Düngerreste enthalten können.

Bodengrund:

Als Bodengrund (Höhe ca. 2-3 cm) verwenden wir ein Gemisch aus Seramis (groß und klein) und Tannenrinde von ReptiBark. Zusammen ergibt dies einen guten Feuchtigkeitsspeicher.

Den Bodengrund haben wir beim Einrichten von Hand etwas befeuchtet. Nicht zu sehr, aber auch nicht zu wenig. Ca. alle 6 Monate sollte der Bodengrund komplett
entnommen und durch frischen ersetzt werden. Die Tannenrinde kann man auswaschen und im Ofen bei ca. 250 °C (Achtung: nicht an- oder verbrennen lassen!!!)
trocknen, damit Keime und Bakterien abgetötet werden. Danach kann sie wieder verwendet werden. Die Tannenrinde hat sich bei uns als super Bodengrund bewährt.

Wir konnten sogar schon oft beobachten, wie unsere P. a. astriata über den Bodengrund gelaufen sind.

Terrarium Reinigung:

Wir sammeln ein bis zwei mal in der Woche den Kot aus den Terrarien und wischen die Bambusstangen und Schieferplatten sowie die Pflanzenblätter mit einem feuchten
Tuch ab.
Die Scheiben reinigen wir ca. einmal pro Woche. Dazu verwenden wir JBL BioClean (Bio-Glasreiniger). Bei starken Kalkflecken empfiehlt sich Zitrone und eine
Rasierklinge.

Eine komplette Reinigung der Terrarien führen wir alle halbe Jahre durch. Dazu wird der Bodengrund komplett entfernt, gewaschen und im Ofen bei ca. 250 °C keimfrei
gemacht. Was vom Bodengrund nicht mehr gut aussieht oder zu sehr mit Pflanzenwurzeln vermischt ist, entsorgen wir und ersetzen ihn durch neuen.
Auch die Pflanzen und Bambusstangen nehmen wir einzeln raus und reinigen sie gründlich mit Wasser und JBL BioClean.