Anleitung für Korkrückwand inkl. Versiegelung
 

Material und Werkzeug:

- Korkplatten ca. 1 cm Dicke
- Epoxi-System E45T (Harz und Härter)
- Aquariensilikon (S28 von OttoSeal)
- langes scharfes Küchenmesser
- diverse Pinsel
- Mess- und Mischbecher für das Epoxi-System
- Atemschutzmaske
- Schutzbrille
- Kunststoffhandschuhe
- Spülmittel
- Spachtel

Die Rück- und linke Seitenwand unseres Hauptbeckens haben wir mit Korkplatten beklebt.
Wir haben etwa 1 cm dicke Naturkorkplatten verwendet. Diese erhält man bei diversen Anbietern.

Wegen dem großen Angebot und den günstigen Preisen ist z.B. www.kork24.com zu empfehlen.
Dort kauften wir die Platten für unser Ausweichbecken.

Für unser Hauptbecken haben wir die Korkplatten bei einem kleineren Anbieter aus der Nähe gekauft (Dany&Jan aus 87448 Waltenhofen, jadakork@web.de).

Den Epoxidharz haben wir bei der Firma Bredderman (www.breddermann-kunstharze.de) gekauft.
Hier erhält man auch entsprechendes Zubehör.

         

         Das sind die versiegelten Korkplatten.
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01.   Als erstes werden die Korkplatten auf das                     gewünschte Maß zugeschnitten.


       
der Glasdeckel ist abgenommen


02.  Die Korkpallten wurden immer wieder angehalt-
       en, damit man nicht zuviel Kork wegschneidet.


       

03.  Hier sind nun alle Korkplatten auf die
       gewünschte Größe zugeschnitten.


       


04.   Wenn alles zugeschnitten ist und passt, werden die Korkplatten mit Epoxidharz versiegelt.

        Hierfür gibt es ein spezielles Epoxi-System für die Versiegelung von Feuchtterrarien. Wir haben das System E45T von "Breddermann-Kunstharze"
        (www.breddermann-kunstharze.de) verwendet.

        Es ist sehr einfach zu verarbeiten und die Informationen auf der Anbieterseite sind sehr gut.

        Das System besteht aus einem Harz und einem Härter. Die Einzelkomponenten sind ätzend (Härter) sowie gesundheits- und umweltgefährlich.
        Beim Verarbeiten sollte man daher die Anwendungs- und Sicherheitshinweise beachten. Zum Mischen und Abmessen der Einzelkomponenten
        dürfen nur Gefäße aus Polypropylen (PP) verwendet werden.

        Wenn man möchte, kann man bei Breddermann solche Gefäße kaufen.
        Es reicht aber auch ein Joghurtbecher, auf dem unten "PP" draufsteht. Die von "Zott Jogole" sind z.B. aus PP und von uns mit Erfolg verwendet worden.

        Da wir die Versiegelung im Winter durchgeführt haben, konnten wir nicht im Freien arbeiten (Verarbeitungstemperatur mind. 18 °C) und haben
        den Epoxidharz daher im Keller verarbeitet. Für die Verwendung in geschlossenen Räumen ist das Tragen von Atemschutz und Schutzbrille
         empfohlen. Wir haben trotz geöffnetem Fenster auch beides getragen. Als Handschuhe haben wir chemikalienresistente Kunststoffhandschuhe
        (bekommt man im OBI) verwendet. Hört sich alles furchtbar aufwendig an, ist aber gar nicht so schlimm.


05.   Unser Zubehör: Epoxidharz, Becher, Pinsel,
         Mundschutz, Handschuhe und 2 Spritzen.

       
der Glasdeckel ist abgenommen

06.   Der E45T Harz und Härter.
         

       
der Glasdeckel ist abgenommen

07.   Die fertig versiegelte und mit Aquariensilikon
         eingeklebte Rückwand.          

       
der Glasdeckel ist abgenommen

08.   Zum Mischen haben wir Einwegspritzen aus der Apotheke und kleine Meßbecher (ebenfalls aus PP) verwendet. Der nach dem Mischen entstehende
         Epoxidharz ist dann ein neuer Stoff und physiologisch unbedenklich. Für das Auftragen des Epoxidharzes haben wir normale Pinsel verwendet.

         Mischungsverhältnis, Verarbeitungszeit ("Topfzeit"), Verarbeitungstemperatur und Aushärtungszeit sind auf einem mitgelieferten Datenblatt genau
         angegeben.

         Das Epoxidharz läßt sich sehr leicht verstreichen. Nach dem Aushärten (Zeit ist abhängig von der Umgebungstemperatur) ist der Kunst-
         stoff schlag-, kratz- und bissfest. Es entsteht eine wasserundurchlässige Sperrschicht, die den Kork und auch andere Materialien schützt.
         Ein Einnisten von Bakterien und Krankheitserregern kann so verhindert werden. Siehe auch Informationen der Firma Breddermann Kunstharze.

         Nach dem Aushärten haben wir die versiegelten Korkplatten mit Aquariensilikon eingeklebt. Dazu werden die Rückseiten mit dem Silikon eingestrichen
         (z.B. mit einem Spachtel) und die Korkplatten dann auf die Terrarienscheiben gedrückt. Bis zur vollständigen Trocknung haben wir die Platten mit Büchern
         beschwert. Zum Schluß haben wir die Kanten und Nähte mit Silikon verschmiert.
       
         Später sind wir auf ein super Hilfsmittel zum Ziehen von Silikonnähten gestoßen - dem "Fugi" (gibts im Baumarkt). Die Kanten und Nähte werden
         damit super sauber.